Cloud Computing: Real-time Collaboration und IP Centrex

Zusammenspiel, Varianten, Alternativen

von Sibylle Klein | serVonic GmbH | Public Relations


Seit den Anfängen von Cloud Computing vor rund 13 Jahren stehen kontinuierlich mehr Dienste in der Cloud auch für Unternehmen zur Verfügung. Auf Basis von IP Technologie ist es möglich geworden, Software über das IP Netzwerk zu beziehen, ohne diese vor Ort vorzuhalten. Eine der neuesten Entwicklungen im Bereich Cloud Computing ist die Möglichkeit, mittels IP Centrex Telefonanlagen On Demand zu nutzen. Zusätzlich wurden die TK-Anlagen, die ursprünglich als reine Sprachvermittlung dienten, um Software-basierende Dienste erweitert. Mit Lösungen für Real-time Collaboration wachsen die IT- und TK-Welt noch weiter zusammen: Die Benutzer können mit dem PC ihre Telefone steuern und darüber hinaus Komfortmerkmale wie Makeln, Konferenzen schalten oder Weiterleiten nutzen. Lösungen für Real-time Collaboration können mit allen Varianten von TK-Anlagen, also auch IP Centrex, genutzt werden.


IP Centrex und Real-time Collaboration

Mit Centrex, abgeleitet von Central Office Exchange, steht eine virtuelle oder gehostete Telefonanlage zur Verfügung: Die Funktionen einer Telefonanlage werden für Unternehmen mit Hilfe von Elementen eines öffentlichen Telekommunikationsnetzes bereit gestellt. Im Unternehmen selbst steht keine Hardware. IP Centrex übernimmt das Prinzip von Centrex in die Voice over IP Technologie und kann damit On Demand angeboten werden. Real-time Collaboration Lösungen bieten Funktionen für Computer Telefonie, Instant Messaging, Desktop Sharing und Präsenzmanagement. Sie ermöglichen es, Funktionen an der TK-Anlage mit dem PC zu steuern und gleichzeitig die Möglichkeiten und Informationen aus der IT-Umgebung zu nutzen. Den Benutzern soll der Arbeitsalltag erleichtert und die Arbeitsabläufe sollen effizienter gestaltet werden. Real-time Collaboration ist keine losgelöste, für sich allein stehende Lösung, sondern arbeitet mit bereits in der ITK-Welt Vorhandenem wie Datenbanken, Mailsystemen und TK-Anlagen zusammen.

Ein Unternehmen kann den IXI-PCS Professional Communication Server entweder, zusammen mit IP Centrex, aus der Wolke nutzen oder im Unternehmen vorhalten. Skizze: serVonic GmbH

Zusammenspiel RTC und IP Centrex

Für die Zusammenarbeit und die Installation von IP Centrex in Kombination mit einer RTC Lösung spielen drei Komponenten eine Rolle: IP Centrex, RTC Server und die RTC Clients. Während die RTC Clients am PC Arbeitsplatz installiert werden, gibt es für das Zusammenspiel zwischen IP Centrex und RTC Server zwei sinnvolle Installationsvarianten: Während IP Centrex an sich immer On Demand bereit gestellt wird, kann der RTC Server entweder ebenfalls in die Cloud ausgelagert oder On Premises installiert werden. Technisch gesehen besteht kein großer Unterschied: In beiden Fällen können sich IP Centrex und RTC Server auf Basis von Protokollen und Schnittstellen wie uaCSTA, CSTA XML, TAPI oder TSAPI verständigen. Die Verbindung zwischen Real-time Collaboration Server und den passenden Clients funktioniert über den Standard uaCSTA.

serVonic IXI-PCS Professional Communication Server: Geht ein Anruf beim Benutzer ein, zeigt das Anruffenster am Bildschirm Daten wie Name, Firma und Telefonnummer. Bild: serVonic GmbH

RTC aus der Public Cloud

Technisch gesehen besteht lediglich ein geringer Unterschied zwischen RTC On Demand oder On Premises. Tatsächlich jedoch macht es für Unternehmen einen großen Unterschied, auf welche Weise sie Real-time Collaboration im Unternehmen zur Verfügung stellen: Der volle Funktionsumfang von RTC Lösungen kann nur dann genutzt werden, wenn diese auf Unternehmensdatenbanken zugreifen können. Das wird an folgendem Beispiel deutlich: Erhält ein RTC Benutzer einen Anruf, wird der Anrufer identifiziert und seine Daten wie Name, Firma und Telefonnummer in einem Anruffenster am Bildschirm angezeigt. Der Benutzer weiß, bevor er den Anruf annimmt, wer ihn anruft. Nimmt der Benutzer den Anruf nicht an, erhält er eine E-Mail in seinem Posteingang, die ihn über den entgangenen Anruf inklusive der dazugehörigen Daten informiert. RTC Lösungen greifen hier auf die Daten in den entsprechenden Datenbanken zu. Dazu zählen beispielsweise IBM Notes Kontakte, Microsoft Outlook Ordner oder auch das Active Directory. Lösungen wie der serVonic IXI-PCS Professional Communication Server halten die Unternehmensdaten in einem Meta Directory vor, um zügiger auf die benötigten Informationen zugreifen zu können. Das Meta Directory repliziert die Daten aus den unterschiedlichen Datenquellen im Unternehmen in regelmäßigen Abständen. Geht ein Anruf ein, genügt es, wenn der Professional Communication Server im Meta Directory nach den passenden Informationen sucht. Unabhängig davon, ob der RTC Server auf das Meta Directory oder die einzelnen Datenquellen zugreift, müssen die Unternehmen ihre Daten in irgendeiner Form für die Public Cloud zugänglich machen, um den vollen RTC Umfang nutzen zu können. Die meisten Unternehmen sind dazu derzeit eher nicht bereit.

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