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Unified Communication und Microsoft Lync

Real-time Collaboration und Unified Messaging zukunftssicher gestalten

von Sibylle Klein | serVonic GmbH | Public Relations


Unified Communication bezeichnet die Integration der Kommunikationsdienste innerhalb einer Anwenderoberfläche. Unter UC sind sowohl die zeitsynchronen als auch die zeitasynchronen Medien zu verstehen. Unified Messaging vereint E-Mail, Fax, Sprach- und Kurznachrichten unter einer Oberfläche, RTC – Real-time Collaboration – bezeichnet die Echtzeitdienste CTI, Instant Messaging, Präsenzmanagement, Desktop Sharing und Videokonferenzen. Unified Communication mit UM und RTC benötigt im Wesentlichen drei Komponenten zur Realisierung: Die Kommunikationssoftware, die Clients für die Benutzer und die PBX für die Verbindung mit dem öffentlichen Netz.


Microsoft Lync Server – Kommunikationsserver, Client und PBX

Mit dem Lync Server hat Microsoft eine Software auf den Markt gebracht, die Kommunikationssoftware inklusive Clients und PBX-Funktionen darstellt. Er bietet die Grundlage für CTI-Funktionen, ermöglicht Internettelefonie und beinhaltet Funktionen für die Kommunikation innerhalb des Unternehmens: Instant Messaging, Präsenz, Desktop Sharing und Videokonferenzen. Da die PBX-Funktionalitäten des Microsoft Lync Servers allerdings meist nicht den Bedarf der Unternehmen abdecken, setzen diese oftmals parallel eine TK-Anlage ein. Möchte man Microsoft Lync Server und TK-Anlage koppeln, um mit dem Microsoft Lync Client Telefone steuern zu können, kann man dies über uaCSTA tun. uaCSTA steht für User Agents Computer Supported Telecommunications Applications und ist eine Variante von CSTA, die XML-Codierung verwendet und Daten mittels SIP transportiert. Derzeit verfügen nur wenige TK-Anlagen über diese Schnittstelle. Daher bieten Dritthersteller ein RCC – Remote Call Control – Gateway zur Anbindung von Microsoft Lync an die TK-Anlage an.

Heterogene ITK-Strukturen

Viele Unternehmen setzten derzeit nach wie vor eine klassische TK-Anlage ein. Manche migrieren gerade von klassischer ISDN-basierter TK-Anlage auf IP-PBX oder sondieren und testen unterschiedliche TK-Anlagen ebenso wie den Microsoft Lync Server. Der Einsatz einer RTC-Lösung dagegen sollte aktuell realisiert werden. Hier Lösungen – PBX, RTC, Microsoft Lync - zu finden, die nicht nur zusammen passen, sondern auch die Migration und Veränderungen im Unternehmen mitgehen, scheint kompliziert: Der Markt ebenso wie die ITK-Struktur innerhalb der Unternehmen ist heterogen. Eine Real-time Collaboration Software, die auf dem One-Server-Konzept basiert, bietet hier den Unternehmen die nötige Flexibilität.

One-Server-Konzept: Der IXI-PCS Professional Call Server von serVonic beinhaltet den RTC-Server ebenso wie das RCC Gateway für Microsoft Lync. Skizze: serVonic GmbH

Das One-Server-Konzept

Eine sogenannter One-Server  beinhaltet drei Komponenten, die im Zusammenspiel TK-Anlage, Client und Microsoft Lync Server ausschlaggebend sind: den RTC-Server, der die Funktionen für Computer Telefonie Integration, Desktop Sharing, Instant Messaging und Präsenzmanagement bietet, das Remote Call Control Gateway für die Anbindung von Microsoft Lync und variable Clients für unterschiedlichste Betriebssysteme – Windows, Mac OS X, Linux.

Beispiel eines One-Servers ist der IXI-PCS Professional Call Server von serVonic, der in unterschiedlichsten Varianten genutzt werden kann. Drei mögliche Szenarien verdeutlichen, welche technischen Möglichkeiten das One-Server-Konzept bietet.

Szenario eins: Ein Unternehmen setzt den Microsoft Lync Server ein und möchte den Mitarbeitern die CTI-Funktionen zur Verfügung stellen, hat aber keine TK-Anlage mit CTI-Interface uaCSTA. Das im One-Server enthaltene RCC Gateway sorgt für die Verständigung zwischen Microsoft Lync Server und PBX. Die Mitarbeiter können so mit dem Microsoft Lync Client die entsprechenden CTI-Funktionen nutzen.

Szenario zwei: Ein Unternehmen setzt den Microsoft Lync Server zum Test in einer Abteilung des Unternehmens ein. Alle übrigen Abteilungen sollen allerdings ebenfalls CTI- und RTC-Funktionen nutzen können. Unterschiedliche TK-Anlagen sind im Einsatz: Eine mit und eine ohne das CTI-Interface uaCSTA. Mit dem IXI-PCS One-Server können die Anforderungen auch in dieser heterogenen Umgebung technisch umgesetzt werden: Das enthaltene RCC Gateway verbindet den Microsoft Lync Server mit der uaCSTA-losen TK-Anlage. In der Abteilung, in der der Microsoft Lync Server eingesetzt wird,  können die Mitarbeiter Microsoft Lync als CTI-Client nutzen. Den Mitarbeitern in den übrigen Abteilungen stehen über den Professional Call Server die entsprechenden RTC-Clients zur Verfügung.  Der Server arbeitet mit der TK-Anlage über CSTA oder TAPI zusammen und stellt so die Verbindung zwischen TK-Anlage und IT-Umgebung her.

Szenario drei: Ein Unternehmen setzt aktuell eine klassische ISDN-basierte TK-Anlage ein und denkt sowohl über die Einführung einer modernen PBX sowie des Microsoft Lync Servers nach.  CTI und RTC sollen allerdings  für die Mitarbeiter baldmöglichst nutzbar sein und  trotz späterer Veränderungen bleiben. Der One-Server stellt hier wie gehabt über CSTA oder TAPI die Verbindung zur ISDN-basierten TK-Anlage her, die Mitarbeiter arbeiten mit den entsprechenden IX-PCS Clients. Erfolgt dann die Umstellung auf eine moderne PBX, basiert die Verständigung zwischen Professional Call Server und PBX nach wie vor auf TAPI oder CSTA, für die Benutzer ändert sich ebenfalls nichts. Wird dann Microsoft Lync eingeführt, wird das im One-Server enthaltene Remote Call Control Gateway aktiviert und verbindet Microsoft Lync Server und PBX auf Basis von uaCSTA. Die Benutzer können dann Microsoft Lync als CTI-Client nutzen.

Das IXI-PCS Remote Call Control Gateway ermöglicht die Verbindung von TK-Anlage und Microsoft Lync Server: Es bietet einerseits CSTA oder TAPI, andererseits uaCSTA. Skizze: serVonic GmbH

Die technische Realisierung

Je nach Konstellation ist die Installation der Komponenten unterschiedlich. Die Zusammenarbeit des RTC-Servers mit der TK-Anlage über TAPI und CSTA stellt den Benutzern CTI- und RTC-Funktionen mittels den IXI-PCS Clients zur Verfügung. In Verbindung mit Microsoft Lync Server steht das im IX-PCS Server enthaltene IXI-PCS RCC Gateway zwischen der TK-Anlage und Microsoft Lync: Mit der TK-Anlage kommuniziert das Remote Call Control Gateway über CSTA oder TAPI, mit Microsoft Lync via uaCSTA. Dadurch, dass die Komponenten Server und RCC Gateway in einem Server enthalten sind, bieten sich nicht nur unterschiedlichste Installations- und Nutzungsmöglichkeiten. Ebenso können die RTC-Funktionen bei Veränderungen in der ITK-Umgebung ohne großen Aufwand in Administration, Installation und Kosten weiter genutzt werden. Sowohl Kauf als auch Installation sind bereits erledigt, der Administrator muss lediglich im Bereich User Veränderungen oder Erweiterungen vornehmen.

Unified Communication

Mit Unified Messaging komplettieren die Unternehmen ihre Kommunikationsstruktur. Damit die UM-Lösung zu den bereits eingesetzten Komponenten passt, sollte diese ebenso flexibel und zukunftssicher sein. Eine standardbasierte Lösung, die sich in die vorhandene ITK-Struktur integriert, passt sich, ebenso wie der RTC One-Server, den aktuellen und zukünftigen ITK-Gegebenheiten eines Unternehmens an.

Fazit

Jetzt  handeln, später entscheiden – das müssen viele Unternehmen im Moment. Die ITK Welt ist im Wandel, aber bis die Entscheidung für eine neue PBX oder einen Microsoft Lync Server endgültig fällt, liegen viele sinnvolle Funktionen für effektivere Kommunikation auf Eis. Entscheidet sich ein Unternehmen für eine standardbasierte und auf dem One-Server-Konzept beruhende UC-Lösung, kann es jetzt bereits UC-einsetzen und sich später für weitere Veränderungen in der ITK-Struktur entscheiden.

Copyright: serVonic GmbH
Stand: 26. März 2014


Infos

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