Microsoft "Unified Messaging"

Auswirkungen auf den europäischen Unified Messaging-Markt (Teil 2)


Microsoft Exchange Server 2007 und Unified Messaging

Boten die bisherigen Versionen des Microsoft Exchange Servers im Messaging-Bereich nur die Möglichkeit, E-Mails zu empfangen, zu verwalten und zu versenden, stehen mit der neuen Version der Messaging Plattform erstmals integrierte Unified Messaging-Funktionen zur Verfügung: So erlaubt Outlook Voice Access (OVA) den mobilen Zugriff per Telefon auf Postfächer und Kalender. Eine integrierte Voicebox-Funktion macht die Postfächer der Benutzer zu persönlichen Anrufbeantwortern. Mit der Faxfunktionalität können Faxe - zumindest in einfacher Form - am PC empfangen werden. Voraussetzung für die Nutzung der integrierten UM-Funktionen ist eine kostenpflichtige Erweiterung der Exchange Standard CALs –Client Access Licence - um Exchange Enterprise CALs. Kosten, die sich mit den oben genannten europäischen Anforderungen an Unified Messaging nicht hundertprozentig vereinen lassen. Denn um den Mitarbeitern komplettes Unified Messaging zu ermöglichen, müssen die fehlenden Funktionen wie Faxversand und SMS in jedem Fall zusätzlich durch eine Add-On Lösung ergänzt werden. Setzt ein Unternehmen eine ISDN-basierte TK-Anlage ein, kommen die Kosten für ein Media Gateway noch hinzu, um die Überbrückung von herkömmlichen TK-Anlagen in die SIP-Welt zu ermöglichen. „Auch aus technischer und administrativer Sicht macht es wenig Sinn, zwei unterschiedliche Systeme für Unified Messaging zu nutzen,“ erklärt Jochen Klein. „Wir empfehlen in jedem Fall im Vorfeld die Anforderungen und technischen Voraussetzungen im Unternehmen zu überprüfen. Je nach Ergebnis ist die Implementierung einer professionellen UM-Lösung eines Add-On Anbieters oder von Microsoft ‚Unified Messaging’ sinnvoll.“

Als standard-basierte Lösung kann die Unified Messaging-Lösung IXI-UMS problemlos mit der technischen Weiterentwicklung wie einer neuen Version des Microsoft Exchange Servers 2007 mitgehen. Die UM-Funktionen können wie gewohnt in die Messaging-Umgebung integriert werden

Beispiel: IXI-UMS als komplette Unified Messaging-Lösung in Microsoft Exchange 2007

Wie auch schon bei älteren Versionen der Messaging Plattform, erfolgt die Integration der Unified Messaging-Lösung IXI-UMS über den System Connector, hier dem IXI-UMS Exchange 2007 Connector. Als Single Store-Lösung arbeitet IXI-UMS direkt mit den Datenbanken Active Directory und Information Store zusammen. Es werden keine Daten, auch keine administrativen, repliziert. Mit Microsoft Outlook ist ein Messaging Client für den Empfang und Versand, die Bearbeitung und Verwaltung von Nachrichten vorhanden, der auch als Postfach für die UM-Nachrichten genutzt werden kann. Für die Kommunikation nach außen arbeitet IXI-UMS mit der vorhandenen TK-Anlage – analog-, ISDN- oder VoIP-basiert - im Unternehmen zusammen. Die Vorteile, Unified Messaging komplett über eine separate Unified Messaging-Lösung wie IXI-UMS zu realisieren, liegen auf der Hand: Den Benutzern stehen alle gängigen Unified Messaging-Funktionen – Fax, Voice, SMS und Mobile – in ein- und ausgehender Richtung zur Verfügung. Bei der Kommunikation nach außen kann sowohl mit einer ISDN- als auch IP-basierten TK-Anlage (H.323 und SIP) zusammengearbeitet werden. Spezielle Gateways sind nicht erforderlich. Zudem verfügen UM-Hersteller wie serVonic, die bereits seit Jahren im UM-Markt tätig sind, über vielfältiges Know-How auf diesem Gebiet. So ist beispielsweise eine zusätzliche Integration der Unified Messaging-Lösung in andere Systemumgebungen wie SAP Business Suite oder Microsoft Dynamics NAV möglich. Verteilte Standorte können über spezielle Routing-Konzepte angeschlossen werden. Auch eine Erweiterung der Unternehmenmskommunikation um CTI-Funktionalitäten kann problemlos realisiert werden.

Beispiel: IXI-UMS als Erweiterung für Microsoft „Unified Messaging“

Der Grund, warum ein Unternehmen dennoch Microsoft Unified Messaging nutzen möchte, lässt sich mit den zusätzlichen Funktionalitäten der Microsoft Exchange Enterprise-CALs erklären. Neben der Unified Messaging-Funktionalität sind hier für einige Unternehmen interessante Sicherheitsprodukte wie ‚Antigen für Exchange’ oder ‚Exchange Hosted Services-Filterung’ enthalten. „Da Unternehmen mit den Enterprise-CALs bereits grundlegende UM-Funktionen wie Faxeingang, Voice Box und Mobility erworben haben, sind ihnen die Kosten für die Implementierung einer kompletten Unified Messaging-Lösung oft zu hoch,“ so Jochen Klein. „Um auch hier dem Markt gerecht zu werden, bieten wir diesen Kunden ein Spezial-Paket an.“ Mit der IXI-UMS Special Edition können die in Microsoft integrierten UM-Funktionen wie Faxempfang, Voice Box und Mobility genutzt werden. Die fehlenden Komponenten - Faxversand und SMS - werden über IXI-UMS ergänzt. Die Verbindung zwischen der Special Edition und dem Microsoft Exchange Server 2007 erfolgt über den IXI-UMS Exchange 2007 Connector. Da es sich bei Microsoft Exchange Server 2007 um eine IP-basierte Lösung handelt, kann eine direkte Verbindung in das öffentliche Telefonnetz und damit die Nutzung von Microsoft Unified Messaging nur über SIP – Session Initiation Protocol – erfolgen. Nutzt das Unternehmen zur Kommunikation nach außen eine ISDN- oder H.323-basierte TK-Anlage wird ein Media Gateway zur Verbindung benötigt. Abhängig von den technischen Voraussetzungen kann die serVonic-Lösung hier entweder direkt auf dem Media Gateway oder auf einem separaten Rechner unter Windows Betriebssystem installiert werden.

Fazit

Eine genaue Analyse von Microsoft „Unified Messaging“ zeigt, dass sich US-amerikanische und europäische Anforderungen an Unified Messaging - insbesondere im Fax-Bereich - gravierend unterscheiden. Unterschiede, auf die der europäische Unified Messaging-Markt entsprechend reagiert hat. So können Unternehmen Unified Messaging komplett über eine integrierte Add-On Lösung realisieren. Oder sie entscheiden sich für eine Mischform aus Microsoft „Unified Messaging“ und einer Erweiterung um die fehlenden Funktionen. Ob sich ein Unternehmen für die Implementierung einer kompletten oder einer ergänzenden Unified Messaging-Lösung entscheidet, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. In jedem Fall sollte das Unternehmen die Anforderungen, technischen Gegebenheiten und zur Verfügung stehenden Lösungen eingehend prüfen, bevor es sich für eine der Varianten entscheidet.

Copyright: serVonic GmbH
Stand: 12. November 2007


1 | 2

Impressum | AGB | © 2018 estos GmbH